Also zurück zum Verbrenner ist wohl hier für niemanden eine Option. Es geht „nur“ um Kundenvertrauen und falsche „gefühlte“ Versprechungen mit dem Risiko, daß Genesis sich auch an weitere Zusagen nicht hält, wenn sie die Kosten nicht in den Griff kriegen.
Wenn man Kunden halten will, muß man offen kommunizieren, damit jeder Kunde zumindest die Möglichkeit hat, eine Entscheidung für sich treffen zu können. Beispiel Porsche-Charging für den Taycan: es gibt 3 Jahre fix zu 33ct/kWh, und danach müßte man eine Abo-Gebühr zahlen. Da kann man sich drauf vorbereiten und Konsequenzen in jede Richtung ziehen. Ich werde es wohl machen, weil ich pro Monat etwa 400 kWh bei Ionity lade, sprich 133 Euro zahle. Mit EnBW zu 0.51 ct/kWh wären es 204. Im Jahr also ca. 850 Euro, über 3 Jahre 2550, über 5 Jahre 4250 Differenz.
Da fragt man sich, wenn Genesis den Strompreis von Shell, den Hyundai über Ionity ja praktisch mitbestimmen kann, sich nicht mehr leisten kann oder will, wieso man da insbesondere den „Early Adopters“ keine Optionen eröffnet zur Auswahl:
- neuen Preis akzeptieren
- nur für Neukunden das Preismodell ändern
- eine Abo-Gebühr zur Auswahl stellen
Dann könnte jeder sich das passende raussuchen.
So eskaliert das bis zum Vertrauensverlust, und selbst wenn man nicht zum Verbrenner zurückgeht, glaube ich nicht, daß Genesis mit dieser Konkurrenz sich das hätte leisten sollen. Das nächste BEV wird halt dann ein Polestar oder Nio oder ID.7 (hm, der vielleicht nicht…)
Und immer freundlich bleiben
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