Beiträge von michael23

    Was stellt ihr eigentlich mit dem GV60 an? Klingt für mich eher nach Drag-Race als Alltagsbetrieb. Selbst der RWD beschleunigt in unter 8 Sekunden von 0 auf 100km/h. Das waren vor nicht sehr langer Zeit Sportwagenwerte. Ob das nun 4 (Sport+), 5,5 (Sport), 8 (RWD) oder sogar 10 Sekunden dauert, macht sich beim Verbrauch sicher nicht deutlich sichtbar bemerkbar. Dafür ist die Zeit zu kurz und die Differenz zu klein. Da machen sich andere Einflüsse wie Fahrbahnbelag, Wind, Temperatur, nasse Fahrbahn, etc. vermutlich eher bemerkbar. Beschleunigungswerte unter 10 Sekunden mögen meine Mitfahrer sowieso überhaupt nicht. Daher verzichte ich darauf weitestgehend und fahre quasi dauerhaft im Eco-Mode.


    johnnyb.goode: "beschleunige ich mit einem Motor länger unter hoher Last, ist dies ineffizienter als mit zwei Motoren schneller auf die Reisegeschwindigkeit zu kommen" -> Kann ich noch nicht so richtig glauben, denn von der Physik her sollte eher das Gegenteil der Fall sein. Die kinetische Energie zum Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit ist unabhängig von der Anzahl der Motoren. Selbst wenn die Motoren im oberen Lastbereich geringfügig weniger effizient sein sollten (niedriger einstelliger Prozentwert), wird das durch zusätzliche Wechselrichterverluste und höherer Verlustleistung in Akku und Leitungen (zumindest teilweise) wieder ausgeglichen. Wenn man nicht ständig beschleunigt und bremst, dann wird eine einmalige Beschleunigung keinen nennenswerten Unterschied beim Verbrauch ausmachen.


    Abhängig vom eingesetzten Motor sind die Werte unterschiedlich. Daher nur als Beispiel: Die Effizienzkurve ist in der Regel ab 50% ziemlich konstant mit einem Maximum bei ca. 75%. Danach nimmt die Effizienz wieder ganz leicht ab.

    How To Determine The Efficiency of An Electric Motor Using Prony Brake
    A blog about electrical design, electrical installation, earthing system, power system analysis, fault calculation, industrial automation
    www.electricalaxis.com


    Am effizientesten wäre danach mit nur einem Motor bei ca. 75% Last zu beschleunigen. Das könnte recht gut zum gefühlten Beschleunigungsprofil des GV60 im Eco-Mode in Rekuperationsstufe 3 passen.


    Fahren mit hoher Rekuperation erfordert einen sensiblen Umgang mit dem Gaspedal. Dann kann man auch in der Einstellung 3 oder Max problemlos segeln. Man darf den Fuss dann nur nicht vom Pedal nehmen. Ein geübter Fahrer schafft damit bessere Werte als mit geringerer Rekuperation. Das schaffen aber nur die wenigsten Fahrer ohne viel Übung.

    Wer fair oder sogar etwas mehr bezahlt, der erhält auch schneller oder überhaupt entsprechende Kapazitäten. Das ist bei einem "Mangel" normal. Viele Deutsche Manager haben das aber bisher noch nicht wirklich realisiert und versuchen das Problem auszusitzen.

    Es fährt aber von Europa zurück nach Asien.. welches Auto soll denn von Asien nach Europa und zurück? Und ich kenne kein anderes Land, wo E-Autos noch gebaut werden in Europa, als in Deutschland. Die reinen E-Autos von Volvo und Polestar kommen aus China, Die Cupras werden in Zwickau gebaut und nicht in Spanien, und der Rest vom Markt sind doch auch alles Asiaten, oder?

    Vielleicht habe ich ja eins vergessen.. Achja, der Fisker kommt aus Österreich ;)

    Ich denke es gibt noch weitere Länder in Europa wo E-Fahrzeuge produziert werden. Wo werden z.B. die ganzen Stellantis (Peugeot, Citroen, Fiat, etc.) und Renault E-Fahrzeuge produziert?


    Dazu gibt es noch den einen oder anderen Exoten: z.B. der Jaguar iPace wird in Österreich produziert.

    Mich nervt es gewaltig. Wenn man dann auch noch regelmäßig Fahrzeuge verschiedener Hersteller im Wechsel nutzt, dann verflucht man die unterschiedlichen Bedienkonzepte und Touch-Screens sehr schnell.


    Meiner Meinung nach sollten alle für den Fahrbetrieb notwendigen Funktionen intuitiv und ohne (Touch)-Screen bedienbar sein.


    Speziell auch bei Leihwagen finde ich es extrem nervig. Früher konnte man in einen Leihwagen einsteigen und innerhalb weniger Minuten mit diesem losfahren. Heute kann man bei einigen Modellen nicht mal mehr die Spiegel ohne Studium der Bedienungsanleitung oder Suche im Menü einstellen. Wenn dann auch noch die Scheibenwischer Einstellungen (Interval), Licht, etc. irgendwo in den Menüs versteckt wird, dann ist das für mich einfach zu viel. Aus dem Grund kommen ein aktueller Tesla sowie einige andere Fahrzeuge für mich auch derzeit nicht in Frage.


    Ein Touch-Screen Navi darf man während der Fahrt nicht bedienen (lt. Gerichtsurteilen wg. Ablenkung) und es wird ähnlich bestraft wie die Bedienung eines Mobiltelefons. Erste Gerichte sehen dies bei der Nutzung der Touch-Screens für die Fahrzeugeinstellungen bereits ähnlich. D.h. für eventuelle Einstellungen müsste man jedes Mal anhalten.

    Ich habe auch noch kein Schreiben erhalten (Produktion August 2022). Eventuell ist das Rückrufschreiben nur nicht angekommen. In Deutschland werden diese von Genesis scheinbar als normaler Brief verschickt. Einige Forumsteilnehmer haben geschrieben, dass sie es im Briefkasten gefunden haben. Im Gegensatz dazu musste ein Schweizer Teilnehmer es von der Post abholen. Genesis kann in Deutschland also nicht mit Sicherheit sagen, an wen sie die Schreiben geschickt haben (Fehler beim Druck/Versand) oder an wen der Brief korrekt zugestellt wurden (Fehler/Verlust bei der Zustellung).


    Die Zustellquote in meiner Gegend mit Einfamilienhäusern ist erschreckend schlecht. Auf Namen wird bei Einfamilienhäusern nicht mehr geachtet. Ich fische ein bis zwei Mal im Jahr Post für Leute mit einer Hausnummer links, rechts oder gegenüber von mir aus meinem Briefkasten. Noch etwas häufiger kommen Briefen für den letzten Eigentümer von vor fast 20 Jahren an. Gelegentlich finde ich auch mal einen Brief aus einer anderen Straße mit identischer Hausnummer in meinem Briefkasten. Vor ein paar Jahren rief ein LKW Fahrer an, er steht jetzt vor dem Haus und wollte wissen wo er die 2,5m^2 Kies abladen soll. Bei mir stand er jedenfalls nicht. Er hat den Weg dann noch gefunden.

    Genesis wird die Kosten für den Hol- und Bring-Service sicher in der Kalkulation berücksichtigt haben. Und so teuer ist der Service nicht. Ich habe in den letzten Jahren auch schon mehrfach Fahrzeuge im geschlossen Anhänger transportieren lassen. Der Preis lag bei EUR 1,50 pro Kilometer und das ohne Mengenrabatt und mit sehr individuellem Service. Genesis wird eher weniger dafür zahlen. So häufig müssen die Fahrzeuge in den ersten 5 Jahren sicher nicht in die Werkstatt (2 x Wartung + 1 x Garantie). Im Zweifelsfall ist der Transport günstiger als mehr nicht ausgelastete eigene Service Center zu betreiben. Norddeutschland ist aktuell ein Problem, da quasi alles nach Bremerhaven geht.


    Im Vergleich zu Hyundai und Kia kann Genesis die Händlermarge in Höhe von 15-20% vom Verkaufspreis selbst vereinnahmen. Davon dürfte unter anderem der Hol- und Bring-Service finanziert werden.


    Ein Problem ist aktuell die Ersatzteilversorgung. Das hätte Genesis sicher besser organisieren können. Bei der Technik wird es sicher viele identische Teile bei Hyundai und Kia geben. Mit einer weiteren Expansion in Europa wird das hoffentlich besser werden. Spezielle Teile könnte man auch per Luftfracht transportieren. Das ist mit Sicherheit günstiger als dem Kunden Wochenlang ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung zu stellen.

    Das Thema mit den Partnerbetrieben ist generell schwierig. Aus meiner Erfahrung in der Vergangenheit übernehmen die Vertragswerkstätten Arbeiten im Rahmen der Garantie bzw. Gewährleistung nicht besonders gerne. Die Fahrzeughersteller zahlen dafür in der Regel deutlich weniger als einem Endkunden für die identische Tätigkeit berechnet werden könnte (geringerer Stundensatz, strenge Zeitvorgaben und Material zum Einkaufpreis).


    Bei GV60 und eventuell eGV70 könnten die Hyundai-/Kia-Partner die meisten Arbeiten vermutlich problemlos übernehmen. Aber bei den anderen Genesis Modellen (G70, GV70 (ohne e), GV80, G80, G90) dürfte ein wenig mehr Spezialwissen und -Werkzeug notwendig sein. Bei den geringen Stückzahlen dieser Modelle lohnt sich das nur, wenn eine gewisse Auslastung erreicht werden kann. Solange also nicht deutlich mehr Fahrzeuge im Markt sind, wird es vermutlich nur einzelne Service Stützpunkte in den jeweiligen Regionen geben.


    Mir wäre es egal ob Hamburg Mitte oder Bremerhaven. Beides wäre mir zum Vorbeifahren zu weit. Ein wichtiger Punkt bei der Wahl eines Genesis war für mich der Hol- und Bring-Service. Ich hatte genug davon für eine einfache Wartung oder Garantiearbeit insgesamt min. 4 Stunden Zeit opfern zu müssen.