Ganz einfach! Dann würde der mit Bestelldatum am 01. eines Monats das Auto früher bekommen als der vom 31. des Monats 😊
Bei sechs Monaten Lieferzeit ist ein Monat gut 16 Prozent Zeitgewinn, das ist doch schon mal was, worüber sich gequälte Wartesaalinsassen freuen könnten 👍
Das setzt voraus, dass auch die Produktionsplanung im Werk täglich erfolgt. Die wenigsten Unternehmen machen das aber. Das hat zum Teil auch mit deren Prozessen aus der IT-Steinzeit zu tun.
Bei der Produktion von individuell gefertigten Fahrzeugen, ist es das Ziel die Anlage möglichst effizient zu betreiben. Es soll so wenig Zeit durch die Umrüstung von Anlagenteilen verloren gehen. Abhängig von der Anlage kann es ist z.B. effizienter sein alle Fahrzeuge einer Farbe oder für einen Zielmarkt (EU, USA, Korea) hintereinander zu produzieren. Auch der anschließende Transport der Fahrzeuge per Schiff, Bahn oder LKW kann einen Einfluß auf die Produktionsreihenfolge haben. Die Fahrzeuge benötigen viele Teile von Zulieferern (intern und extern). Das muss ebenfalls koordiniert werden (eventuell benötigen einige Extras länger bei der Beschaffung als andere). Das Ganze ist ein komplexer Prozess, der entsprechend viel Aufwand erfordert.
Der größte Einflussfaktor ist aktuell die Logistik (Transport nach Europa und zum Kunden). Mein GV60 stand über 2 Wochen im Hafen von Ulsan bevor er aufs Schiff durfte. Die Route war ebenfalls nicht optimal (aktuell sind 6+ Wochen die Regel). Und nach der Ankunft in Bremerhafen vergehen schnell noch mal 4 Wochen oder mehr. Alles zusammen wird der Transport inkl. Aufbereitung und Auslieferung 3+ Monate gedauert haben. Damit wird es länger sein als der Zeitraum von der Bestellung (Mitte Juni) bis zur Produktion (Ende August).